Ich bin ein Löwe kein Schäfchen

Mein Geburtstag rückt näher. Seit dem 22.7. steht der Löwe als Tierkreiszeichen am Himmel. Bis einschließlich 23. August herrscht Löwezeit in der Astrologie. Ich wurde am Ende der dritten Dekade geboren. Am 21.08.1978 um 4:45 Uhr erblickte ich das Licht der Welt, wie man so schön sagt. Das Licht der Welt. Als doppelte Löwin (auch mein Aszendent ist der Löwe) bringe ich astologisch gesehen aber schon sehr viel Licht mit. Die Sonne ist mein Planet. Als Doppel-Löwin gleich zweimal. Und es stimmt, ich liebe die Sonne, ja, ich brauche sie wie die Luft zum Atmen. Natürlich brauchen wir alle die Sonne bzw. ihr Licht. Ohne dieses können wir beispielsweise kein Vitamin D-3 ( auch als das Lichtvitamin bekannt)bilden, ohne Sonnenwärme überhaupt kein Leben. Doch mir scheint ich brauche die Sonne doch wesentlich mehr als andere. Sie nährt mich regelrecht. Vielleicht erinnert sie mich auch an mein wahres Sein?!

Ich leide nach einiger Zeit sehr, wenn der Winter uns in seine Dunkelheit hüllt. Ein, zwei, auch drei oder vier Tage sind machbar, aber auf Dauer stirbt da in der Finsternis etwas in mir. Meine Freude und die Lebendigkeit.

 

Als Löwegeborene bringe ich also die lichtvollen Qualitäten der Sonne mit auf die Erde. Die Freude und Lebendigkeit. Es sind Qualitäten die mir in die Wiege gelegt wurden.Doch das heißt nicht zwangsläufig, dass ich sie auch lebe. Leider!!

Schon seit Jahren bin ich in meinem Kern stark verunsichert. Ich habe ein mangelndes Selbstbewusstsein. Dementsprechend auch einen mangelnden Selbstwert. Und wie im Innen so auch im Außen. Immer wieder ziehe ich Menschen und Situationen in mein Leben, die mich oder meine Arbeit scheinbar abweisen, ja klein machen.

In Wahrheit mache ich das ja tagtäglich selbst. Ich bin mir selbst meiner Qualitäten nicht bewusst. Ich verleugne selbst mein lichtvolles, strahlendes Selbst, meine Größe, mein Können. Ich zweifle und bin unklar.

Seit circa einem Jahr erlebe ich massiv einschneidende Erlebnisse. Regelrechte Katastrophen nach meinem individuellen Gefühl. Nach meiner Auffassung wird mir eins nach dem anderen gewaltsam entrissen  und ich muss immer wieder neu anfangen. Mich motivieren, mich in Vertauen üben und weitermachen. Erhrlich gesagt fühlt sich das Leben oft wie ein Kampf für mich an. Da ist wenig mit überschäumender Freude und Leichtigkeit im Moment. Im Gegenteil, da ist eine so große Traurigkeit in mir, deren Ursache ich im Grunde nicht recht greifen, nur vermuten kann. Ich sehne mich nach Geborgenheit, nach Gehalten-werden, nach beschützt und getragen werden. Und obwohl ich einen sehr lieben Freund und eine mich unterstützende Familie habe, reicht mir das nicht aus. Ich fühle mich trotzdem alleine gelassen. Ich muss mich alleine durch dieses harte Leben kämpfen und irgendwie überleben.

 

Mangelnder Selbstwert geht oft auch mit mangelnden finaziellen Mittel einher. So auch bei mir. Seit Jahren lebe ich am Existenzminimum. Ich komme damit im Grunde ganz gut zurecht. Ich habe keine Schulden und möchte auch keine machen. Ich habe eine schöne Wohnung, genug Kleidung und jeden Tag ein leckeres, gesundes Essen. Meine Tochter kann aufgrund eines reduzierten Schulgeldbeitrages sogar die Waldorfschule besuchen. Ja das alles habe ich, auch ohne viel Geld auf dem Konto. Und dafür bin ich auch sehr dankbar. Doch richtig frei fühle ich mich damit nicht. Extrawünsche können für mich und für meine Tochter selten erfüllt werden. Das fustriert mich schon.

Oft stelle ich mir die Frage, wann erkenne ich endlich wer ich wirklich bin? Wann lebe ich endlich meine kraftvollen Löwe-Qualitäten? Was ist es, was mich daran hindert? Wer oder was kann mir wirklich dabei behilflich sein, endlich ein erfülltes, glückliches, leichtes Leben zu führen?

Ich habe schon so einiges ausprobiert und letzlich hat nichts davon wirklich geholfen...

 

Vor cira zwei Monaten hatte ich meinen ersten vielversprechenden Kunden. Also einen Auftrag der lange anhalten würde und somit auch mal richtig Geld reinbringen würde. Ich hatte diesem Projekt viel Hoffnung geschenkt, mit viel Freude und Disziplin daran gearbeitet, um dann die bittere Erfahrung zu machen, dass der Kunde einfach nicht das vereinbarte Honorar zahlen wollte und mir recht bösartig und demoralisierend den kompletten Auftrag wieder annullierte!

Ich war zutiefst enttäuscht, ja regelrecht zerstört und das Schlimmste: Wie meistens in meinem Leben, suchte ich auch jetzt wieder die Schuld bei mir. Etwas in mir gab diesem Mann Recht. Vor zwei Wochen wiederholte sich das ganze in ähnlicher Form. Nicht, dass mir ein Kundenauftrag annulliert wurde. Nein, mein ganzes Schreiben, meine ganze Arbeit als Autorin wurde von einer "Autoritätsperson" (Arbeitsvermittler vom Job-Center)völlig abgewertet und klein gemacht. Mein mühsam wieder aufgebautes "Glaub-an-dich-Alexandra" nach dem Schock vor ca.zwei Monaten, war binnen einer halben Stunde, wieder völlig zu nichte gemacht. Wie kann das sein? Wie kann 1. ein Arbeitsvermittler so sein und arbeiten? Und zweitens, wie kann es sein, dass ich es zulasse, dass er mich derart zerstört?

 

"Dieses Jahr wirst du 40 Alexandra. Zeit endlich deinen Löwen zu leben. Du bist ein Löwe und kein Schäfchen." Das waren die abschließenden Worte meiner Mutter nach meinem Zusammenbruch.Und das hat sie mir schon so oft mit auf den Weg gegeben! 

Ja, Recht hat sie. Ich bin ein Löwe. Sogar ein Doppelter.

Doch wie mir scheint, bedarf es noch ein wenig mehr Erkenntnis, Fürsorge und Heilung, bis ich endlich der Welt gänzlich mein Löwe-Strahlen schenke und den Arschlöchern dieser Welt die Pranken ins Gesicht schlage und die spitzen Löwe-Krallen ins Fleisch ramme. Es braucht noch mehr (Selbst)Bewusstsein,  um auch mal bei "Autoritätspersonen" zu brüllen und zu fressen, anstatt mich immer von ihnen anschnautzen und auffressen zu lassen.

 

So wünsche ich mir zu meinem 40. Klarheit und Bewusssein wer ich wirklich bin und die Heilung und Kraft die es möglich machen dies auch zu leben.

 

Genießt eure Einzigartigkeit und den Sommer ihr Lieben!

 

Love, Alexandra

 

 

 

 

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